Zukunft gestalten – wie Schule die Welt verbessert

Unter diesem Titel haben fünf Landtagsabgeordnete vor der Landtagswahl über die aktuelle Situation und die Zukunft von Hessens Schulen diskutiert. Das Publikum hatte währenddessen die Möglichkeit, sich mit in die Diskussionsrunde zu setzen, um etwas aus dem Schulalltag einzubringen oder mitzudiskutieren. Wolfgang Greilich (FDP) fordert, dass Aufgaben in den Schulen von den Ressourcen vor Ort abhängig gemacht werden sollen. Er moniert, dass auf Überlastungsanzeigen in der Vergangenheit zu wenig bis gar nicht eingegangen wurde. Insbesondere forderte er eine Entlastung von schulischen Verwaltungsaufgaben. Christoph Degen (SPD) möchte bei einem Wahlsieg  an der Spitze des Hessischen Kultusministeriums einen Pädagogen sehen, der Bedürfnisse und Notwendigkeiten aufgrund seiner Profession besser einschätzen und nachvollziehen könne. Außerdem fordert Degen, dass Förderschullehrer fest an einer Schule arbeiten müssen. Auch Mathias Wagner (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) setzt als Ziel, dass ein festes Kontingent an Förderschullehrern in den Schulen gewährleistet sein sollte und räumt ein, dass diesbezüglich an den Schulen zu wenig passiert sei. Förderschullehrer müssten nun „nachwachsen“. Es ginge nicht ohne eine Übergangszeit, so Wagner. Genau dieser Punkt wurde von vielen Diskussionsteilnehmern wie Eltern oder Lehrkräften kritisiert, da schon seit über einem Jahrzehnt der Mangel in Hessen bekannt sei. So forderte eine Mutter, dass hessische Schulen „richtige“, also qualifizierte Förderschullehrer benötigen. Man müsse endlich den Lehrermangel auf diesem Feld beheben, um der Inklusion in den Schulen gerecht zu werden. Gabriele Faulhaber (DIE LINKE) wünscht sich eine Schule, die mehr von Schüler aus gedacht wird. Sie fragt in die runde, warum nicht Konzepte der hessischen Modellschulen verstärkt umgesetzt werden. Außerdem sollen die Schulen sich mehr nach außen öffnen und vermehrt Projekte durchführen. Am Ende der Veranstaltung kam die Frage des Titels auf, wie denn Schule die Welt verbessern könne. Für Degen müsse dies in Zeiten von schwarz/weiß Polarisierungen und einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer das Ziel sein. Helga Artelt, Schulleiterin der IGS Friedrich- Ebert-Schule in Frankfurt, definiert Mündigkeit und Demokratieverständnis als Ziel und fordert eine Schule, die niemanden ausgrenzt.
Zukunft gestalten
Loombänder  Flyer Flyer