|
Klasse 9e bei Silvia Tennenbaum im Filmmuseum
Am Donnerstag, dem 19.April 2012 besuchte die Klasse 9e im Rahmen des Ethik und GL-Unterrichts das Deutsche Filmmuseum in Sachsenhausen. Anlass war die Vorführung des Films „Die Frau des Rabbiners“ über das Leben von Silvia Tennenbaum anlässlich der Veranstaltung „Frankfurt liest ein Buch“. Sowohl Silvia Tennenbaum, als auch die Regisseurin Hanna Laura Klar waren dabei und standen anschließend den SchülerInnen Rede und Antwort.
Ihre Eltern waren mit Silvia Tennenbaum 1938 aus Furcht vor den Nationalsozialisten über die Schweiz in die USA ausgewandert. Da war Silvia Tennenbaum gerade 10 Jahre alt. In „Die Frau des Rabbiners“ (2002) lässt die Regisseurin Hanna Laura Klar die Autorin ihre eigene bewegte Lebensgeschichte erzählen. Die Regisseurin folgt den Spuren Tennenbaums von Frankfurt nach New York, nach Lynchburg in Virginia, wo sie als Rabbinerfrau über 20 Jahre lebte und drei Söhne aufzog, und dann wieder nach New York. 
Mit 50 Jahren begann Silvia Tennenbaum zu studieren und schrieb ihre Geschichte, den Erfolgsroman „Rachel, the Rabbi’s Wife“. Schließlich fährt sie nach Deutschland, und auch nach Frankfurt, den Ort ihrer Kindheit, an den sie seither immer wieder zurückkehrt. Anfang der 80er Jahre erschien ihr Roman „Straßen von gestern“, dem in diesem Jahr die Veranstaltung „Frankfurt liest ein Buch“ gewidmet ist.
Im Ethikunterricht beschäftigen wir uns zurzeit mit dem Judentum und im GL-Unterricht mit dem Nationalsozialismus. So passte der Film gut zum Unterricht und vermittelte den SchülerInnen einen emotionalen Zugang zu den Themen. So stellten sie nach der Vorführung sehr gute Fragen besonders zur Judenverfolgung. Leider waren die Antworten von Silvia Tennenbaum auf diesbezügliche Fragen wenig aussagekräftig, weil die Autorin diese Zeit nicht mehr in Deutschland erlebt hat. In den USA haben sie ihre Eltern möglichst von den furchtbaren Ereignissen in Deutschland abgeschottet. So blieben einige Fragen unbeantwortet. Dennoch war es ein lohnender Ausflug ins Deutsche Filmmuseum.
|