Nach der Corona-Zwangspause – Teilöffnung für die Jahrgänge 9 und 10

In einer kurzen Vorlaufzeit von nur einer Woche haben sich Kolleg*innen in zwei Arbeitsgruppen organisiert und gemeinsam einen strengen Hygieneplan sowie Verhaltensregeln erarbeitet, um das Infektionsrisiko auch hier zu minimieren. Zudem musste in Windeseile ein neuer Stunden- und Einsatzplan erstellt werden, da alle Klassen in zwei Lerngruppen geteilt werden sollten. Zahlreiche, neue, sensorische, sprich berührungslose Seifenspender und Handtuchrollenständer wurden für die Schüler- Toiletten erworben. Außerdem wurden im gesamten Gebäude unzählige Wegemarkierungen auf die Böden geklebt und Hygienebilder in den Klassenräumen aufgehängt, die z. B. auf die Abstandsregel hinweisen oder das regelmäßige Lüften der Räume im Laufe des Vormittags anordnen. Fünf verschiedene Eingänge für die 19 Lerngruppen wurden definiert, um größere Schüleransammlungen zu vermeiden. Leuchtend grüne Striche wurden in großen Abständen auf den Asphalt gesprüht, auf denen sich die Schüler vor Beginn des Unterrichts einzeln aufstellen, bis die Lehrkraft sie abholt. Damit sich nicht zu viele Menschen auf dem Schulhof aufhalten, kommen die Gruppen ab sofort zu versetzten Zeiten an, sammeln sich und gehen im Abstand zügig mit der Lehrkraft in ihre permanenten Räume, wo zunächst der Wasserhahn aufgedreht wird. Alle Schüler*innen waschen sich einzeln im 20 Sekunden-Takt die Hände. Die meisten Schüler*innen tragen freiwillig eine Mund-Nasenschutz-Maske. Einmalmasken und Desinfektionsmittel werden bei Bedarf von der Schule zur Verfügung gestellt. So sieht derzeit der bizarre Schulalltag an der Paul-Hindemith-Schule während der Corona-Pandemie aus. Was sich wie ein Drehbuch für einen mittelmäßigen Science-Fiction-Film liest, ist Realität. Nur mit diesen Maßnahmen ist derzeit Schule überhaupt möglich. Ein großer Vorteil ist, dass unsere Schule über drei Gebäudetrakte verfügt, um die ca. 200 Schüler*innen besser verteilen und voneinander trennen zu können. Löblich muss erwähnt werden, dass sich alle Schüler*innen sehr einsichtig, duldsam und diszipliniert an die neuen Verhaltensregeln und Hygienevorschriften halten. Sowohl die Schüler*innen als auch die Lehrer*innen haben sich über das Wiedersehen nach der Zwangspause überaus gefreut. Sie bekamen am ersten Schultag zunächst den Raum, um über ihre eigenen Erfahrungen mit der Krise zu sprechen. Ein großer Dank gilt an alle Lehrer*innen, die gemeinsam mit dem Schulleitungsteam die Teilöffnung mitorganisiert haben sowie der neuen Schulsekretärin Frau Fließ und Herrn Ouakil (Schulhausverwalter). Sie haben in mehrwöchiger Arbeit gemeinsam mit unserer stellvertretenden Schulleiterin die Toilettensituation in der Schule sichtbar verbessert. Wenn man diese Zeit mit einem Marathonlauf vergleicht, so sind wir wahrscheinlich erst irgendwo zwischen Kilometer 3 oder 5, sprich noch ziemlich am Anfang der Strecke im langen Lauf der Ausnahmesituation. Jedoch werden wir an der PHS alle Kilometer mit den strengen Regeln verantwortungsvoll laufen und uns hoffentlich im Ziel endlich wieder umarmen können – Was wir alles aus dieser Zeit mitnehmen und lernen werden, wird sich noch zeigen.
Corona-Pandemie